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Dunhuang und die
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Reisesplitter Seidenstraße und Dunhuang

(Flug mit Dragon Air von HKG nach Xian und mit Southern China von Xian nach Dunhuang)

Vielleicht weil es nicht im gängigen“ Tour durch China Programm“ erledigt wird vielleicht, weil der Flug von Xian nach Dunhuang noch mal so lang ist wie die Strecke Hong Kong nach Xian oder doch weil mit dem Wort Seidenstraße Bilder auftauchen, die einfach nicht unberührt lassen. Schon beim Aussteigen aus der Southern China Boing wird bewusst, die Hitze, dieses Blau des Himmels und das Leuchten der Augen der Passagiere – ich bin Teil dieser Begeisterung und einfach nur glücklich endlich hier zu sein.

Seidenstraße, Si Lu, Karawanen wurden zusammengestellt, Händler schlossen ihre Geschäfte ab, Stoffe, Gold- Silber- und Glasgefäße, Weihrauch, Edelsteine und Jade, Gewürze, Pelze und vor allem Seide wurden transportiert und umgeschlagen. Die Zurückkehrenden waren froh Räubern und Sandstürmen entkommen zu sein und blickten zufrieden auf gute Geschäfte und erfolgreiche Handelsbeziehungen. Die Aufbrechenden sorgten sich um freie Wege und das gute Gelingen Ihrer Reise entlang der Seidenstraße. An den Hauptrouten waren neben Geschäften vor allem Neuigkeiten der Gesprächsstoff, ein Umschlagplatz für Waren wie auch für Informationen.

Und heute?

Treffpunkt für Reisende ist Dunhuang noch immer. Touristen lösten die Händler ab und die Themen des Informationsaustausches sind andere. Sehenswürdigkeiten, Hotels, Guides, Genehmigung und Wartezeiten für die Weiterfahrt nach Yadan die Geisterstadt, Bücher und Bildmaterial zu den Dunhuang Grotten. Und der schönste aller Treffpunkte ist die Dachterrasse des  „The Silk Road Dunhuang Hotel“ (www.dunhuangresort.com).

Wer die Terrasse das erste Mal betritt, kann die Oh´s und Ah´s der später Ankommenden mit einem Lächeln verstehend kommentieren. Man ist direkt an den Dünen des Minsha Berges und der ganze Hotelkomplex, der aus mehreren Höfen besteht, fügt sich mit seinen geschwungenen Dächern in die Dünenlandschaft ein. Wer ein Beispiel für angewandtes Feng Shui sucht, sollte sich hier umsehen.

Nicht nur die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge genießen, sondern den ganzen Sternenhimmel!

Es wäre auch der ideale Platz für einen Taiji, Qigong, Feng Shui oder Kalligraphie Kurs.

Ein absolut gelungenes Konzept von modernem Hotelkomfort kombiniert mit den Charakteristika alter Bauweise, von Geisterschwellen bis Zimmererarbeiten vom Feinsten.

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Und es gibt viel zu sehen und zu entdecken in Dunhuang.

Die Grotten von Dunhuang

Mit den über die Seidenstraße ziehenden Händlern und reisenden Mönchen kamen neue kulturelle und religiöse Konzepte nach China, so auch der Buddhismus von Indien. In dieser Atmosphäre entstanden ab 366 n. Chr. die ersten Grotten in den Felsenkliffs um Dunhuang.

Die Skulpturen und Malereien in den von Menschenhand geschaffenen Grotten, anfangs noch sehr indisch geprägt, wie in Gesichtszügen, Kleidung und Körperformen ersichtlich, entwickelten im Laufe der Zeit eine sehr chinesisch geprägte Darstellung.

Es flossen auch taoistische Themen ein und während der tibetischen Phasen sind die Themen, Kleidung und Schmuck tibetisch geprägt.

Die Darstellungen liefern der Forschung reichlich Material. Neben den buddhistischen Themen auch Informationen zu Kleidung, Schmuck, Haartracht, ja sogar Make up Präferenzen der Damen, zu Musikinstrumenten, Jagd, Tanz und Spielen, architektonische Informationen zu den Palästen und Gärten, zu Pflanzen etc.

Manche Höhlen haben kleinere Vorgrotten, manche einen Altar an der Rückwand und in anderen Höhlen kann eine Säule bzw. ein Quader als Altar mit Skulpturen beinhaltenden Nischen umwandert werden.

Wände und Decken sind bemalt mit konkreten Abbildungen, mit Ornamenten, manche raffiniert eine Perspektive vorgaukelnd. Hier finden sich auch die berühmten fliegenden ätherischen Figuren, die Devas, die selbst wieder einen eigenen Forschungsgegenstand darstellen.

Der Fokus lag auf Buddhistischen Themen, aber es gibt auch viele Szenen aus dem täglichen Leben und Farbe und Dekor wurden auf hohem künstlerischem Niveau eingesetzt.

Ein absolutes MUSS sind die Mogao Grotten  莫高

Sie gelten als die berühmtesten; 492 Grotten, alleine die Wandmalereien würden aneinandergereiht eine 45 km lange Kunstgalerie ergeben!

Mogao hat natürlich auch eine Gründungslegende. 366 n.Chr. soll ein Mönch im Sonnenlicht unzählige goldene Buddhas am Minsha Berg erblickt und so die erste Grotte zu graben begonnen haben.

In der Vergangenheit waren die Grotten der Zerstörung durch Mensch und Natur ausgesetzt.

Teils lagen sie offen, die Vorderwand und Zugänge oft weggebrochen, die Galerien aus Holz nur mehr an den Verankerungsvertiefungen erkennbar.

Heute werden die Grotten als Teil der UN World Cultural Heritages zusätzlich geschützt.

Foto: China Foto Press

Im Westen wurden die Mogao Grotten vor allem durch die Geschichte der Höhle Nr. 17 bekannt. Wang Yuanlu, ein daoistischer Mönch, entdeckte im Jahr 1900 bei Reinigungsarbeiten in den verlassenen Höhlen einen Spalt in der Wand der Höhle Nr. 16. Dahinter verbarg sich ein Depot und Archiv von an die 50.000 Dokumente und Sutra-Rollen, Malereien, Skulpturen und Artefakte. Versiegelt und von außen nicht erkennbar war das Depot vom 11. Jhd. bis zu seiner Entdeckung unberührt geblieben. Über die Gründe gibt es nur Vermutungen.

Gerüchte von dieser Entdeckung erreichten Sir Aurel Stein 1907 während einer Seidenstraßenexpedition. Es gelang ihm Wang Yuanlus Vertrauen zu gewinnen und nicht nur den Schatz zu besichtigen, sondern auch große Teile gegen geringes Entgelt mitzunehmen – es sollen 7000 komplette Manuskripte und 6000 Fragmente gewesen sein. Weitere Expeditionen zur Taklamakan und zur Seidenstraße haben ihre Spuren hinterlassen und nicht immer so harmlos wie in Yulin, wo sich Sir Aurel Stein mittels einer Inschrift verewigt hat. Schriftrollen und Skulpturen wurden mitgenommen, auch ganze Bildausschnitte aus den Wandmalereien herausgelöst.

Heute finden sich die Schätze der Seidenstraße, so auch aus Dunhuang in den Ländern der großen Expeditionen vor allem in England (Sir Aurel Stein) Frankreich (Paul Pelliot), Russland (Sergei Oldenburg), USA (Langdon Warner) Japan (Graf Otani) in Indien und natürlich China. Ein kleines Museum ist zu diesem Thema vor Ort eingerichtet.

Neben Mogao gibt es weitere interessante, von Besuchern nicht so frequentierte Höhlen, wie die Yulin Grotten  榆林.

42 Grotten mit ähnlichen Themen, ähnlicher Qualität, allerdings erst ab der frühen Tang Zeit geschaffen.

 

Yulin liegt abseits und weiter von Dunhuang entfernt. Man steigt eine Schlucht hinunter, hat der Yulin-Bach unten „Hochwasser“ ist eine Besichtigung nicht möglich. Zur Besichtigung sind auch nur die Grotten links vom Abstieg freigegeben.

Viele der Skulpturen fehlen oder wurden in späterer Zeit (meist Qing Periode) ersetzt. Die Höhlen selbst mit den Wandmalereien beeindrucken den Betrachter durch ihre Qualität und ihre Schönheit. Gerade die sichtbaren Schäden, meist verursacht durch in die Grotten eingedrungenes Wasser, machen bewusst wie vergänglich und auch gefährdet diese Schönheit ist. Wird man dann noch von einer äußerst kompetenten, gut englisch sprechenden Führerin begleitet, gelingt es ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie wichtig diese Grotten für die Menschen waren. Die Spenden der Händler, aber auch der führenden Familien der jeweiligen Zeit, unterhielten die Mönchsgemeinden, bezahlten Handwerker und Künstler. Geld und Unterstützung kam auch immer wieder, je nach Gewogenheit dem Buddhismus gegenüber, vom chinesischen Kaiserhof.

Yadan, die Geisterstadt

Nicht von der Hitze abschrecken lassen - diese Landschaftsformationen sind zu beeindruckend und einzigartig!

Der Weg nach Yadan passiert Yumenguan (das Jadetor), einen der Pässe, über den die Silkroad weiter nach Westen führte und über den die Jade aus dem Tarimbecken nach Changan (Xian) transportiert wurde.

Nicht weit davon können Reste der Chinesischen Mauer besichtigt werden, hier ein Wall aus Lehm, Sand und Halmen, immer wieder ausgebessert als Schutz gegen die Überfälle und dem Ansturm aus dem Norden.

Yadan liegt am militärischen Sperrgebiet und die Durchfahrt wird auch zeitweise für mehrere Stunden gesperrt. Vorherige Information für Touristen gibt es nicht. Plötzlich eine dumpfe Explosion, man spürt sie am Körper und am Boden, aber das war es für heute. Rein in die Autos und los, rechts den niedrigen, schwarzen Bergausläufern und links am Stacheldraht des Sperrgebietes entlang.

So viel versprechend die Landschaft, so demotivierend der Tourbus in den man verfrachtet wird. Vier Stopps, alle raus, Fotos vor den Formationen, wieder rein, Erklärung auf Chinesisch und das wäre es dann nach langem Anfahrtsweg und in der Hitze Warten gewesen – nur keinen Ärger aufkommen lassen! Um die Tourbusse voll zu bekommen, erfährt man erst drinnen so beim 3. Stopp, dass man auf Jeeps umsteigen kann um die Strecke abzufahren und zu stoppen, wo man möchte; die Jeeps dürfen die Asphaltpiste nicht verlassen, zu Fuß kann man aber ins Gelände. Die Straße führt in die Gegend des „verschwundenen“ Sees Lop Nor und geht an ihrem Ende in Sandwüste über. Es war heiß und windstill. Wir können daher nichts von den unheimlichen Geräuschen und Stimmen berichten, die Yadan zur Geisterstadt machten.

Sanddünen und Mondsichelsee

Vom See wird erzählt, dass er nie austrocknet und nie im Sand verschwindet, dass die Fische und das Gras im See Langlebigkeit und Gesundheit versprechen.

Die Fische habe ich nicht gesehen, das Gras nicht gegessen, aber die angebotenen Jujuben, die roten chinesischen Datteln, sollen ebenfalls der Gesundheit sehr förderlich sein.

Wie überhaupt eine Reise im Spätsommer und Herbst den Vorteil hat, dass am Markt und am Straßenrand viel Gemüse und Obst wie Weintrauben und Melonen, nicht nur aus Turfan und Hami, angeboten wird.

 Hami Melonen, frisch und getrocknet eine Delikatesse!

So romantisch der Mondsichelsee auch immer abgebildet wird, er befindet sich in einem touristisch erschlossenem Gebiet für das Eintritt zu zahlen ist, mit Kameltouren, kleinen Tourbussen, Jeeps, Drachenfliegen und Dünenrutschen. Hier gilt Augen zu, Füße rauf und runter. Es ist langsamer als erwartet – nur keine Bremsversuche, sonst droht ein Abtauchen in den Sand.

Fotos Dr. Ulrike Kraus bzw angegebene Quelle

 

 

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